WOHNHAUS TOVAR (PROJEKT 052)

FRANKFURT 2007
UMBAU UND SANIERUNG
DAS GOLDENE HAUS 2010, HAUPTPREIS

Ein einfaches Dorfhaus von 1850 in Frankfurt/Bergen, Bieberschwanz, verputztes Mauerwerk, Fenstergesimse, vernünftig proportioniert.
Das Haus wurde in seiner Struktur mit seiner ortsprägenden straßenseitigen Fassade erhalten. Die neue Nutzung – Wohnräume zum Garten – bildet sich durch großzügige neue flächenbündige Aluminiumlochfenster in der vertikal holzverschalten Südfassade ab.
Um den Charakter der Fassade erhalten zu können, der im Wesentlichen durch die zahlreichen Fensteröffnungen mit Gesimsen bestimmt wird, wurde auf die Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems verzichtet.

110509_052_ffm_wohnhaus_tovar_aussen_tagAußenansicht zum Garten

110509_052_ffm_wohnhaus_tovar_atelierStudio

120815_052_ffm_wohnhaus_tovar_wohnbereich_hochformatWohnraum mit offener Küche

120815_052_ffm_wohnhaus_tovar_aussen_hochformatAnsicht Garten

Das Gebäude wurde dreiseitig mittels eines mineralischen Dämmsystems innen gedämmt, der Außenputz komplett entfernt und das freigelegte Mauerwerk mit einer Kalkschlämme versehen. Alle Putze und Anstriche wurden auf Kalkbasis ausgeführt, somit ist gesamte Wandaufbau dampfdiffusionsoffen.
Nach der Entfernung von Trennwänden im EG entstand auf der Südseite ein großer zusammenhängender Wohnraum über die gesamte Fassadenbreite. Die Zwischendecke im Dachgeschoss wurde rückgebaut, der Dachraum komplett in ein Studio umgewandelt. mTreppen und Holzbalken verbleiben als Zitat in den weiß gekalkten Räumen. Alte Holzdielenböden wurden überarbeitet und ergänzt, der Boden im EG wurde mit unbehandelten Lärchendielen neu aufgebaut.