WETTBEWERB KINDERTAGESSTÄTTE MIT FAMILIENZENTRUM | ANERKENNUNG (PROJEKT 343)
NICHTOFFENER REALISIERUNGSWETTBEWERB MIT IDEENTEIL
AUSLOBERIN KATH. KIRCHENSTIFTUNG ST. JAKOBUS

MILTENBERG 2018
LEISTUNGSUMFANG LP 2

PLANUNGSPARTNER BÜRO FÜR FREIRAUMPLANUNG, WIESBADEN

TEAM:
MAREIKE DRUX
TIMOTHY THEUNE

Auszug Preisgerichtsprotokoll:
Der Verfasser bietet eine robuste nachhaltige Architektur aus Backstein an, die sich in Formensprache der bestehenden städtebaulichen Situation einpasst, eigenständige Formulierung anbietet, jedoch ohne sich anzubiedern. Die historische Situation der Klosteranlage wird weiterentwickelt durch sich unterordnende Baukörper. Hierdurch verbleibt der freie Blick auf das Kloster als dominierendes Gebäude.

Die mit der Giebelseite zum Klostergarten angeordneten Langhäuser in serieller Art mit spannungsvoller Fuge und Oberlichter in Form eines aufgebrochenen Firstes sind an den Nord-Östlichen Rand zur Adamsgasse hin platziert, jedoch mit Respekt zur historischen Klostermauer. So bleibt Raum als Umgang erhalten und lässt aus dem Gebäude Blicke auf die Mauer und auf die Geschichte der Anlage zu. Dies wurde insgesamt positiv beurteilt. So wird auch die denkmalpflegerische Qualität wahrnehmbar.

Den Abschluss zum Klostergebäude hin bildet das sehr gut platzierte zweigeschossige Familienzentrum, in funktionalem Zusammenhang zu den Verwaltungsräumen der Caritas. Hier sollen in Zukunft auch die Räume der Pfarrei untergebracht werden, was zu einer funktional guten langfristigen Lösung führen kann, aber auch die Rochade einiger Räume im Klosterbestand zur Folge hat.

An der Giebelseite des Familienzentrums liegt wie selbstverständlich der gut situierte zentrale Eingangsbereich für alle Nutzungseinheiten. Von hier aus wird auch eine barrierefreie Erschließung des Obergeschosses ermöglicht.

Gut platzierte Parkplätz ergänzen das schlüssige Freiraumkonzept mit angenehm gestalteten öffentlichen Bereichen zum Kloster und zum Familienzentrum hin. Der großzügige Vorplatz verbindet in optimaler Weise KITA, Familienzentrum und Kloster. Eingänge und Achsen liegen wie selbstverständlich. Eine gemeinsame Nutzung der Freiflächen nach Süden wird gewährleistet.

Die Ausrichtung der Krippen und KITA Räume mit den Außenspielflächen nach Südwesten schafft eine angenehme Orientierung und Offenheit zum Klostergarten, die trotzdem eine geschützte und eindeutige Zuordnung zu den Gruppen ermöglicht. Sie bilden kleinteilige Rückzugsorte mit Loggia für Kinder und eine Pufferzone zum anschließenden Mehrgenerationengarten. (…)

02_343018_LageplanLageplan

03_343018_Grundriss_UG_Bestand_Grundriss_EG_NeubauErdgeschoss

04_343018_Grundriss_EG_Bestand_Grundriss_OG_NeubauObergeschoss

05_343018_Grundriss_OG_BestandDachaufsicht

06_343018_Ansicht_NordAnsicht Nord

07_343018_Ansicht_WestAnsicht West

08_343018_Schnitt_D-DSchnitt DD

09_343018_Schnitt_C-CSchnitt CC

10_343018_Schnitt B-BSchnitt BB

11_343018_Schnitt_A-ASchnitt AA

12_343018_DetailDetailschnitt